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KW 50  14.12.2018  02:55
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Katastrophenschutzübung im Kreis Steinburg

29.10.2011

Die diesjährige Katastrophenschutzübung des Kreises Steinburg hatte zum Ziel die Eignung des Digitalfunks im Sturmfluteinsatz zu erproben. Ziel war es zum einen die Netzverfügbarkeit im Bereich der Küstenlinie und zum anderen die Kommunikationsstrukturen zu überprüfen.

Im Rahmen der Übung wurde der Elbdeich in den Wehrabschnitten Krempermarsch und Wilstermarsch mit  insgesamt neun Unterabschnitten durch Einsatzkräfte der Feuerwehren und die zuständigen Deichgrafen auf Schäden untersucht. Die vorgefundenen Schäden wurden mittels Digitalfunk an die Wehrabschnittsleitungen übermittelt und dort ausgewertet. Von dort wurde kontinuierlich die Lage mit der Katastrophenabwehrleitung im Kreishaus in Itzehoe abgeglichen. Dies geschah ebenfalls mit Hilfe des Digitalfunks.

Zusätzlich zur Sprachkommunikation wurde der Digitalfunk auch zur Übertragung von GPS-Positionsdaten genutzt. Dadurch konnten die Lagemeldungen von der Deichlinie sofort mit dem ensprechenden Standort verknüpft werden.

 

Ergebnisse der Erprobung:

  • Die Funkversorgung der Deichlinie mit Digitalfunk sorgt für eine deutlich bessere Kommunikation als die bisherige Kommunikation über 2m-Band Funkgeräte.
  • Die Sprachqualität wurde sehr unterschiedlich bewertet. Als Ursache konnte eine falsche Haltung des Funkgerätes beim Sprechen festgestellt werden. Durch entsprechende Hinweise in der Sprechfunkausbildung sollte eine Verbessung erzielt werden.
  • Die verwendeten Handapparate der Funkgeräte fanden aufgrund der seitlichen Sprechtaste keinen Anklang, da diese nur bedingt für Linkshänder geeignet sind.
  • Von den Sprechfunkern in den Abschnittsleitungen wurde die Verwendung von Sprechgarnituren vorgeschlagen, um die Hände zum Mitschreiben der Funksprüche frei zu haben.
  • Die Einsatzkräfte an den Deichen halten die Nutzung von Ohrhörern für wichtig, da sie von viel Umgebungslärm durch Windgeräusche ausgehen.
  • Die Übertragung von Positionsdaten wurde als großer taktischer Vorteil empfunden.
  • Durch die Übertragung der Positionsdaten von 25 Funkgeräten alle 30 Sekunden wurde das Netz wie vorab erwartet nicht spürbar belastet.
  • Es wurden verschiedene Vorschläge zur Verbesserung der Anzeige von Positionsdaten gemacht.
  • Es konnte festgestellt werden, dass die Software zur Verarbeitung der Positionsmeldungen im Vergleich zur Erprobung beim Wacken-Open-Air nun wesentlich stabiler läuft.


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